Der Landesverband der Bayerischen Spediteure - LBS e.V. übt erhebliche Kritik am Streikverhalten der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn. Die ständigen Arbeitsniederlegungen sind vollkommen unverhältnismäßig und treffen in besonderem Maße die Speditions- und Logistikbranche. Die GDL schadet damit nachhaltig dem Verkehrsträger Schiene und in Folge dessen der gesamten deutschen Wirtschaft.

Als „Architekten des Verkehrs" organisieren Speditions- und Logistikunternehmen angepasst an die Bedürfnisse des produzierenden Gewerbes punktgenau weltweite Handels- und Warenströme. Die Nutzung des Verkehrsträgers Schiene spielt dabei eine wichtige Rolle.

Jedoch belastet die GDL durch ihr Streikverhalten die Geschäftsbeziehung zwischen Verladern, Speditionen auf der einen und der Deutschen Bahn auf der anderen Seite. Gerade im Schienengüterverkehr ist für einen reibungslosen Ablauf die Planbarkeit und Verlässlichkeit von zentraler Bedeutung. Die zunehmende Streikhäufigkeit und -länge ist dagegen absolut kontraproduktiv.

Bei Teil- oder Nichterfüllung von Aufträgen drohen der Speditions- und Logistikbranche massive Strafzahlungen. Regelmäßig ausfallende Zugverbindungen kann sich die Speditions- und Logistikbranche daher schlichtweg nicht leisten. Es geht nicht nur um den wirtschaftlichen Schaden durch den Streik; vielmehr riskiert die GDL die Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Schiene.

Schon der Streik im vergangenen Jahr wirkte sich negativ auf den Verkehrsträger Bahn aus. So wurden im Jahr 2014 im Schienenverkehr 365 Millionen Tonnen Güter transportiert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 2,3 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt).

„Die Speditions- und Logistikbranche garantiert die zuverlässige Organisation weltweiter Warenströme – auch im Falle eines Streikes", sagt Edina Brenner, LBS-Geschäftsführerin. „Die Bereitschaft zur Verkehrsverlagerung auf die Schiene wird aber durch den Streik deutlich reduziert. Die Speditions- und Logistikbranche ist dadurch gezwungen, diese Verkehre auch auf der Straße durchzuführen".

pdfLBS Brennpunkt: GDL-Streiks gefährden Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Bahn

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